| [QdT] Jetzt online! |
Nachdem das zweite Soloabenteuer schnell gestartet war, ist momentan etwas Ruhe eingekehrt. Zeit für mich den Trailer und das erste Kapitel online zu stellen. |
| [PS] 14 - Das Grab im Eis |
| Geschrieben von: Ingalf Wedmannsson | |||
| Sonntag, 20. November 2011 um 14:57 | |||
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Dem Lichtstrahl zu folgen erweist sich als einfach. Nur erlischt er, als nach sechs Stunden die Sonne wieder untergeht. Edric wird mit jeder Stunde, die vergeht, zunehmend unruhiger. Sie sind an der Nordspitze von Yeti-Land gestartet und immer weiter nach Norden gefahren. Von Land noch weiter im Eis hat bisher niemand gesprochen. Was sie wohl erwartet? Eine Mischung aus Neugier und Besorgnis macht sich in ihm breit. Ingalf lässt den Eissegler anhalten. Natürlich könnte er den Kurs auch bei Nacht halten, aber da von Beorn weit und breit nichts zu sehen ist, kann eine Rast nichts schaden. "Und was nun? Machen wir Feierabend und hoffen, dass morgen früh der Strahl wieder da ist? Oder hilft uns Dein Südweiser jetzt weiter? wendet sich Eigor an Ingalf als Kapitän des zweiten Seglers. Phileasson wird seine Befehle schon rüber rufen. "Wir haben auf dem Plateau doch den Edelstein auf dem Altar liegen lassen. Warten wir ab, was morgen früh passiert", meint Shaya. Da sie im Dunkeln wohl ohnehin nicht allzu weit fahren werden, hält Isinha das Ganze für unwichtig. "So oder so ist ein Lichtstrahl gerade und die Richtung völlig klar. Wir können ohne weiteres weiter gerade aus fahren." bemerkt er zu Eigors Frage. Ingalf hat derweil den Eissegler zum Stehen gebracht. "Ich kenne den Kurs, das wohl!" nickt er. "Und bei Swafnir, ich könnte auch bei Nacht die Richtung halten. Aber im Gegensatz zu Dir habe ich heute den Segler steuern müssen und konnte nicht in Fell gewickelt rumliegen - daher mache ich jetzt Pause!" Phileasson hält auch an. "Schon müde?" fragt er. "Aye!" antwortet Ingalf. "Aber wenn Du willst segeln wir weiter, das wohl!" "Halbe Stunde Pause!" befiehlt Phileasson. "Danach noch 2 Stunden." Und so geschieht es dann. Mehr oder weniger zur Untätigkeit verdammt lässt Edrics Unruhe wieder nach. Wenn hier etwas gefährlich werden sollte, dann sehen sie es bestimmt schon Stunden vorher. Und wenn etwas Interessantes auf sie zukommt, wird es wohl auch nicht zu übersehen sein. Allmählich beginnt er sich zu fragen, warum er jemals seine Weiden und Herden verlassen hat … viel spannender ist es hier auch nicht. <<>>Zwei Tage vergehen, da unterbricht etwas die Eintönigkeit: Vor den Eisseglern erhebt sich im Zwielicht der Polarnacht ein Hügel aus der endlosen weißen Ebene. Beim Näherkommen ist zu erkennen, dass der flache Hügel von einem Kranz aus Eis gehauener Blöcke umgeben ist. Endlich wieder Abwechslung! Edric konzentriert sich auf den Hügel. Als er die Eisblöcke wahrnimmt, versucht er zu erkennen, ob deren Zustand darauf schließen lässt, dass sich jemand um ihre Instandhaltung kümmert. Die Anlage liegt deutlich freier da, als man es bei so einem Windhindernis erwarten könnte. Eigentlich müsste es Schneewehen geben, aber die fehlen. Ingalf steuert den Eissegler auf den Hügel zu und wirft außerhalb der Eisblöcke Anker. "Das sollten wir uns mal ansehen, liegt ja genau auf Kurs, das wohl!" meint er und springt aus dem Segler. Der Zwerg folgt ihm. Er nähert sich vorsichtig den Eisblöcken und sieht sich diese genau an. "Ist es dass?" ruft Isinha, um den Fahrtwind zu übertönen, als er die Ansammlung künstlicher Eisblöcke erblickt. "Und wenn ja, was ist es?" "Das werden wir hoffentlich erfahren, wenn wir es uns näher ansehen", meint Rovena und macht sich zum Aussteigen fertig. "Wenn das'n Himmelsturm is', dann hängt der Himmel hier aber tief, das wohl!" antwortet Ingalf während er auf den ersten Eisblock zu stapft. Firutin nickt. Das hier ist was anderes, vielleicht auch ein Gang, der zum Turm führt. In die Eisblöcke sind Symbole eingraviert, beispielsweise ein stilisierter Drache. Ein Drache im Eis? Edric betrachtet auch die anderen Symbole genauer. Bis auf die geflügelte Sonne scheinen die Symbole den vier Statuen des Heiligtums zu entsprechen. Ja, das eine da könnte ein stilisierter Luchskopf sein. "Draxo. Der alte Feind lauert überall. Seit vorsichtig!" ruft Eigor erbost aus. Grimmig packt der Zwerg seinen Lindwurmschläger. Isinha umrundet die Anlage einmal. Dabei betrachtet er jeden einzelnen Eisblock genau und notiert sich im Geiste die einzelnen Symbole und deren Anordnung. Es gibt keine auffällige Anordnung der Symbole. Shaya schaut sich die Gravuren genauer an, bevor sie mit den anderen in das Innere der Anlage geht. Die Symbole entsprechen eindeutig den vier Statuen des Heiligtums. Dazu kommt das Bild der geflügelten Sonne. Irgendwie scheinen diese Gravuren nicht ganz so kunstvoll ausgeführt zu sein. Edric läuft ein Schauer über den Rücken. Was sie wohl im Innern finden werden? Jedenfalls dürften sie halbwegs sicher sein, das Ziel des "Wegweisers" gefunden zu haben. Auch Eigor blickt beim Gang zur Öffnung noch einmal genau auf die nächstliegende Säule. Hat er bei den Unterschieden das Gefühl, dass die Symbole von verschiedenen Personen erstellt wurden? Und wenn ja, kann er auch feststellen, was eher da war? Das Symbol der geflügelten Sonne ist teilweise über die anderen Symbole graviert. Eigor stutzt. Sollte mit der Sonne etwa das andere Symbol ausgelöscht werden. Laut sagt er: "Die geflügelte Sonne ist über den anderen Symbolen. Mir scheint, sie soll die Symbole auslöschen oder unwirksam machen. Sie scheinen auch später erst angebracht worden zu sein und nicht zu dem eigentlichen Zweck des Hügels zu gehören." Skeptisch betrachtet die Hexe die Symbole. "Um sie auszulöschen, hätte man auch anders vorgehen können", meint sie leise. "Indem man sie heraus meißelt, beispielsweise." "Das spricht aber nicht gegen die Theorie, dass die Symbole unwirksam gemacht werden sollten, oder? Ist es nicht so, dass manche Zauber abhängig von Ort, Zeit und Umgebung sind?" "Wie sollte die geflügelte Sonne die Symbole unwirksam machen?" fragt Rovena zurück. "Oben auf dem Heiligtum lag doch auch keine Magie in den Symbolen, die Edelsteine haben das Zeichen ausgemacht." "In dem sie die notwendige Konstellation zerstören. Wir wissen nicht, wie dieser Ort vor der 'Schändung' gewesen ist. Vielleicht lag ein starker Schutzzauber darauf? Und was das Heiligtum angeht. Dort waren es Götzenbilder, die vielleicht beschriftet wurden. Oder zeichnet nicht auch ihr Xomascho teilweise Eure Heiligen und Götterbildnisse mit Beschreibungen oder Namen aus? Um so Fremden zu zeigen, wen sie da vor sich sehen?" Rovena runzelt die Stirn. "Nicht alle … Xomascho, wie du uns nennst … verhalten sich so", erwidert sie scharf. "Die Elfe des Schiffes mit der geflügelten Sonne auf den Segeln sah nicht so aus, als würde sie einen Ort schänden wollen, auf dem die Symbole ihre Götter gezeichnet sind." Die Hexe erinnert sich noch gut an das Bild der Elfe, die mit Tränen in den Augen den glühenden Stein vom Altar nahm. "Es könnte ja auch sein, dass das Sonnensymbol diesen Ort schützen soll … wer weiß." Eigor ist da sehr skeptisch, auch wenn das zerstörte Drachensymbol für Rovenas Theorie sprechen mag. Ohm Follker hört aufmerksam zu. "Hmm, hmm", macht er. "Denkst Du an Dein Lied vom Fest? Könnte es sein, dass dies ein Werk der fliehenden Elfen war? Und die geflügelte Sonne wurde später durch die im Himmelsturm gebliebenen Wesen angebracht?" Eigor lässt noch einmal die beiden Lieder vom Fest Revue passieren. Das könnte passen. "Könnte sein", erwidert der Skalde. "Aber erstmal muss ich mir alles merken." Der Hügel inmitten der Eisblöcke hat einen Durchmesser von 60 Schritt und erreicht eine Höhe von 15 Schritt. An seiner Nordseite führt ein leicht abfallender Einschnitt in das Innere der Anlage. Auffallend wenig Schnee ist in diesen Schacht geweht worden. "Von wo kommt hier oben für gewöhnlich der Wind?" fragt der Magier die seefahrterfahrenen Begleiter. "Na, wir hatten den Wind zumeist im Rücken, also grob aus Süd, das wohl!" meint Ingalf. "Eben!" stimmt Isinha ihm zu. "Und genau das erklärt nicht, weshalb hier kein Schnee liegt." er weist auf den nordwärts gerichteten Eingang. Raluf schaltet sich. "Du Schlaumeier! Wir kommen ja auch regelmäßig hierher." "Na, das hättest Du aber auch früher sagen können!" erwidert Isinha grinsend und fährt fort: "Im Ernst, mich wundert, dass der Eingang nicht verschneit ist. Es scheint, als wenn er öfter benutzt oder von jemand aus einem bestimmten Grund frei gehalten wird. So ungewöhnlich hier Besuch sein dürfte, so unwahrscheinlich halte ich es, dass diejenigen, die hier leben und vor denen wir uns in Acht nehmen sollen, regelmäßig Schnee fegen." "Du kennst Dich doch von uns am besten mit Magie aus, oder?" meldet sich Edric zu Wort. Für den Hirten ist klar, dass ein solcher Ort mitten im ewigen Eis sicher nicht mit einfachen Werkzeugen errichtet wurde. "Anzunehmen." erwidert Isinha. "Aber es kommt darauf an, welche Art von Magie. Nicht alle Magie ist gleich, denn …" als er den verständnislosen Ausdruck auf dem Gesicht des Hirten bemerkt, bricht er ab und meint erneut. "Höchstwahrscheinlich. Aber auch mir fällt dazu im Moment nichts ein." "Und wenn es nur die Wärme aus dem Inneren ist, die den Eingang schneefrei hält?" sagt Rovena, als sie nach ihrer Umrundung der Anlage vor dem Eingang stehen bleibt. "Dies ist ein symbolisches Abbild des Heiligtums, der vier Statuen und auch die geflügelte Sonne des Schiffes, das ich im Traum gesehen haben, ist hier eingraviert. Ich denke, wir haben gefunden, was wir gesucht haben ... auch wenn ich mir den Himmelsturm anders vorgestellt habe." "Von Wärme ist aber nichts zu spüren", kommentiert der Moha, der mal wieder bis zur Nasenspitze eingepackt ist. "Gutes Argument." grinst Isinha, der ohnehin nicht an diese Theorie geglaubt hat. Ihm erscheint das Ganze hier zu einladend, so dass sein Misstrauen nicht verfliegen will. Rovena dreht sich zu ihm um. "Du hast Recht", erwidert sie nachdenklich. "Hast du Spuren gesehen, die dieses Phänomen sonst erklären könnte?" "Nein", schüttelt der Moha den Kopf. "Ich auch nicht", ergänzt Crottet. "Seltsam." "Was überlegt ihr so lange. Drakorabrodrom ist hier gewirkt worden. Und wenn ein Drache hier mit im Spiel ist, dann ist sein Wirken vermutlich auch nach der letzten Schlacht noch zu bemerken. Und auch die Elfen mögen früher mächtigere Zauber gekannt haben." Elfen und Drachen. Niemand anders kann hier seine Zeichen hinterlassen haben, da ist sich Eigor sicher. Der Magier schüttelt nur den Kopf. So brillant der Zwerg manchmal sein kann, so verbohrt und dickschädelig ist er auch. "Elfen, Drachen und Götter, als ob das die einzigen Magiebegabten auf Dere sind." schnaubt er leise. "Zumindest die einzigen, für deren Anwesenheit wir hier Anzeichen gefunden haben. Wer sonst sollte hierher kommen und solche Magie wirken." "Käptn! Hier geht's rein! Wollen wir?" fragt Ingalf lautstark. "Klar!" gibt Phileasson den Weg frei. "Das hier kann man nicht einfach so liegen lassen." Eigor schließt sich den Thorwalern an. Er ist stark angespannt ob der gefundenen Drachensymbole. Der Elf fällt ihm ins Wort.: "Du willst nicht sehen was ewig ist, bis das die Zeit den Tod vergisst." 'Nichts ist ewig', denkt sich Firutin, aber an den Elf wären Worte nun wirklich verschwendet. "Nein, das will ich nicht sehen, ich will nur wissen, wo der Gang hinführt!" meint Ingalf grinsend. <<>>Nachdem die Helden die Stufen hinabgestiegen sind, stehen sie vor einem Tor aus Eis. Es ist allerdings nicht geschlossen, sondern offensichtlich eingeschlagen worden. Eigor ist überrascht. "Wer schlägt hier eine Tür ein und warum?" überlegt er. Er betrachtet die Reste des Eis genau. Wie dick war die Tür und kann man erkennen, wann sie eingeschlagen wurde? "Ich denke, die Frage, die Du stellen solltest, ist, von wo aus die Tür eingeschlagen wurde. Wollte hier jemand hinein, oder heraus?" "Wenn hinaus, dann ist drinnen wohl nicht mehr viel zu finden, und wenn hinein, dann kommen wir wohl ein wenig spät", sinniert der Hirte. "Das sollte doch noch festzustellen sein." der Zwerg betrachtet den Boden. Er geht davon aus, dass jemand herein wollte. Also sollten die Bruchstücke im vor ihnen liegenden unbekannten Abschnitt des Gangs liegen. Die Tür ist eindeutig von außen eingeschlagen worden. "Da wollte hier jemand hinein. Vielleicht derjenige, der auch außen die Sonnen angebracht hat." meint er zu dem Magier. "Wer kann das wissen?" erwidert dieser schulterzuckend. "Und da die Tür auf ist, hat er es wohl auch geschafft, das wohl!" meint Ingalf. "Spannend wäre ja noch zu wissen, ob er immer noch drin is'!" "Und wenn ja, in welchem Zustand", fügt sein Freund an. Aufmerksam studiert der Magier die Überreste. Die Bruchstücke sind alle 1 Spann dick. Alle Bruchkanten sind leicht abgerundet. 'Hmm, könnte ein Feuerzauber, zum Beispiel ein das bewirkt haben?' überlegt Isinha, während er sich die Teile genau ansieht. Tatsächlich, an einigen Stellen sieht es so aus, als ob das Eis angeschmolzen wurde und dann wieder erstarrt ist. "Auf jeden Fall steckt da viel Kraft oder Zaubermacht dahinter. Die Tür ist ziemlich dick." Während der Zwerg und der Magier die Tür untersuchen, schaut Ingalf über die Trümmer in den dahinter liegenden Raum. Falls es zu dunkel ist, wird er seine Laterne entzünden und hinein leuchten. Hinter der Tür geht eine Treppe weiter in die Tiefe. Bevor Ingalf die Treppe herunter geht, wartet er auf die Untersuchungsergebnisse von Eigor und Isinha. "Lasst uns vorsichtig sein." Mit diesen Worten lässt er seinen Zauberstab aufflammen und schreitet vorsichtig durch das Tor und mustert aufmerksam Boden, Decke und Wände, ehe er sich langsam an den Abstieg macht. Ingalf schließt sich an, in der Linken die Lampe, in der Rechten die Orknase. Kawi folgt schnüffelnd. Edric weicht ihm nicht von der Seite. Firutin hält sich eher zurück und passt auch ein bisschen auf Shaya auf. Shaya fühlt sich sicherer in der Nähe ihres Glaubensbruders, auch wenn er mehr der Schweigsamkeit zugeneigt ist, was man ihm als Boroni jedoch nicht übel nehmen kann. Eigor folgt den beiden Recken. Er hat ebenfalls den Lindwurmschläger gezogen und mustert vorsichtig die Umgebung. Nachdem ein Höhenunterschied von ungefähr einer Etage überwunden ist, kommt ein Treppenabsatz. Dahinter geht es weiter in die Tiefe. Säulen, die aussehen wie stürzendes Wasser, verbinden auf dem Treppenabsatz die unregelmäßig geformte Decke mit dem Fußboden. An den Wänden sind Reste von Malereien zu sehen. Bei den Säulen angekommen hält er an und betrachtet diese. Aus welchem Material sie sind versucht er zu erkennen. Der Magier studiert kurz die Reste der Wandgemälde und untersucht die Säulen. "Sind das gefrorene Wasserfälle?" fragt er den Zwerg, der ebenfalls interessiert zu sein scheint. "Ich persönlich hätte es eher für Gestein gehalten." meint der alte Bergmann. "Wenn auch wunderbar verarbeitet." Dabei geht ein warmes Lächeln über sein Gesicht. Das ist eindeutig Eis. Ingalf schaut derweil, dass sie von nichts aus der Tiefe überrascht werden. Dort ist es ruhig. Aber Ingalf hat das Gefühl, dass dort unten Licht ist. Beim Gang zwischen den Eissäulen hindurch fällt dem Thorwaler genau im Zentrum des Raumes, halb eingeschlossen in eine der Eissäulen, ein Schreibpult auf, auf dem die verkohlten Reste vom Ledereinband eines Buches liegen. "Isinha, ein Buch, ist das nicht was für Dich?" ruft er dem Magier zu und leuchtet die Treppe hinab - dann blendet er seine Laterne ab und schaut wieder hinunter. Sollte Beorn schon unten sein und das Licht angezündet haben? Immer wieder starrt er unruhig nach unten. Der Magier lässt sich das nicht zweimal sagen und sieht sich das Buch näher an. Vielleicht schafft er es ja, es aus seinem Eisgefängnis zu befreien und nur einen Blick hineinzuwerfen … Es sieht aber nicht so aus, als ob zwischen den Lederresten noch Buchseiten sind. Wenn der Magister das Buch untersucht, wird er auf dem Weg nach unten die Malereien an den Wänden genauer betrachten. Was genau an den Wänden dargestellt war, lässt sich nicht mehr erraten. Man kann lediglich undeutlich einige Bäume erkennen, an anderer Stelle seltsame Fische und ein paar Boote. "Kawi, riechst Du Beorn?" Von Kawi kommt ein Schwanzwedeln. Ja, am unteren Ende der Treppe muss eine Lichtquelle sein. Die Kälte in diesem Raum kriecht allen unter die Haut - trotz der warmen Kleidung. Unwillkürlich beginnen bei dem Magier die Zähne zu klappern. "Uhhh, das ist hier ja noch kälter als draußen!" schimpft er leise und lässt schon kurz darauf von dem Buch ab. "Das können wir auch auf dem Rückweg erledigen." meint er. "Wollen wir nich' weiter? Hier is' mir zu kalt und unten is' Licht, das wohl!" schlägt Ingalf vor. "Weiter!" befiehlt Phileasson. "Raluf und Moha, ihr bleibt bei Shaya, ganz hinten." Die beiden Angesprochen fügen sich, Raluf murrend. Isinha nickt und geht mit seinem Zauberstab leuchtend wieder voran. Eine sieben Schritt lange Treppe führt langsam abfallend tiefer ins Innere des Grabhügels. Am Ende der Treppe öffnet sich ein quadratischen Raum, in dessen Ecken vier Altarsteine stehen. Geradeaus geht die Treppe weiter nach unten. Die kuppelförmige Decke dieser Kammer ist ebenso wie die Wände schwarz. Der Raum ist durch eine unter der Decke schwebende Lichtkugel beleuchtet. In Decke und Wände sind Glitzerkristalle eingelassen. Jeder Thorwaler sieht sofort, dass es sich um Sternbilder handelt. "Hmm", ist alles, was Edrics Unbehagen zum Ausdruck bringt. "Keine schlechte Arbeit, das wohl!" meint Ingalf. "Da hat jemand den Himmel genau beobachtet." Ingalf überlegt, wohin an der Himmelskuppel der Lichtstrahl zeigen müssten und schaut sich dann den Punkt genauer an. Es sind einfach zu viele Punkte zu sehen. Ungefähr kann Ingalf die Richtung natürlich abschätzen, aber in dem Bereich sind einfach sehr viele Glitzerpunkte zu sehen. Wenigstens ist es hier nicht mehr ganz so kalt. "Faszinierend!" staunt auch Isinha, der ehrfürchtig am Eingang stehen geblieben ist. "Ob es hier wohl Fallen gegen ungebetenen Besuch gibt?" fragt er laut. Da es ihm unnatürlich scheint, dass hier unten so viel Licht gebündelt wird, murmelt er einen und sieht sich den Raum genau an. Die Lichtquelle ist eindeutig magischer Natur. Und es gibt noch mehr. Ein Gespinst feiner Lichtstrahlen durchzieht den Raum. Und was ist das? Da liegt schaut doch hinter dem linken Altarstein ein starres bekleidetes Bein hervor? "Halt!" fordert der Magier seine Gefährten auf. "Nicht weiter." Vom Eingang aus zeigt er auf das Bein und meint "Da hat es jemand nicht durch den Raum geschafft." Auf Isinhas Warnruf hin schaut Edric in die angegebene Richtung und erkennt das Bein. Doch da ist noch mehr! Als er sich darauf konzentriert, erkennt auch er, dass hier überall Lichtstrahlen durch den Raum gehen. "Meinst Du, das der das nicht durch den Raum geschafft hat, hängt mit diesen Lichtstrahlen zusammen?" fragt er den Magier. Ingalf der gerade den Raum betreten wollte, zuckt zurück. Er konzentriert sich auf die Lichtstrahlen und ihren Verlauf, von wo sie ausgehen und wohin sie strahlen und wie sie angeordnet sind. Das erfordert einen Akrobaten, hier durchzukommen. Rovena, die noch auf der Treppe steht und in den Raum blickt, sieht die Lichtstrahlen ebenfalls. Scharf zieht sie die Luft ein. "Aye, das sieht nich' einfach aus, das wohl!" murmelt der Thorwaler, der die Lichtstrahlen auch erkennt. "Ob das Licht von außen kommt? Vielleicht müssen wir warten bis es Nacht wird …" "Nein, das Licht ist magischer Natur und wird voraussichtlich nicht an die Tageszeit gebunden sein." vermutet Isinha. "Ob das Licht irgend eine über die Beleuchtung hinausgehende Funktion hat?" fragt sich Isinha und lässt aufgrund der Helligkeit den Zauberstab erlöschen. Er bleibt im Eingang zurück, streckt aber den Stab vor und bewegt ihn kurz auf und ab durch einen der Lichtstrahlen, ehe er ihn zurück zieht. "Zack!" Von gegenüber aus der Wand kommt ein nadelspitzer Eiszapfen geflogen und trifft Isinha. "Hat es wohl", beantwortet Edric sich selbst seine Frage, bevor ihm erschreckt bewusst wird, dass der Magier gerade verletzt wurde. Ingalf reagiert aber zum Glück schneller. Shaya erschrickt ob der Falle, hat sie doch die Lichtstrahlen gar nicht wahrgenommen. Zu faszinierend war der Raum für sie. "Bei den Zwölfen!", entfährt es ihr. "Wie Du siehst, sie schützen uns nicht, egal wie sehr Du an sie glaubst." "Das ist nicht der Zeitpunkt für derartige Gespräche", wiegelt die Geweihte ab. "Ugphf" pfeift die Luft aus der Lunge des Magiers, als er den plötzlichen Schmerz fühlt. Er greift sich an die Brust und wird unwillkürlich an einen Armbrustbolzen erinnert, der ihn vor so vielen Monden genau dorthin getroffen hatte … Die dicke Kleidung verhindert zwar das Schlimmste, aber es tut trotzdem niederhöllisch weh! "Verdammt!" flucht Ingalf. "Vorsicht! Bleibt alle zurück, hier gibt es Fallen!" warnt er die anderen und dann wendet er sich an Isinha. "Geht es, kann ich Dir helfen?" Cadruel greift sich Rovena und drängt sie hoch. Sie kann gerade noch einen erschrockenes "Isinha!" ausstoßen, lässt sich aber von dem Elf in Sicherheit bringen. "Geht schon." erwidert der Magier, hält sich aber dennoch reflexartig an Ingalfs Schulter fest, als bevor er zu stürzen droht. "Schon gut, schon gut!" beruhigt ihn Ingalf. "Aber irgendwie müssen doch die anderen - bis auf den dahinten - durch gekommen sein, oder nicht? Eigor, Du bist doch Zwerg, kennst Du Dich nicht mit Fallen aus?" "Kann ich Euch helfen?", fragt die Traviageweihte mit leicht sorgenvoller Stimme. "Du hilfst uns am besten, wenn Du überlebst, das wohl!" meint Ingalf. Schließlich ist die Geweihte als Schiedsrichterin von der Hetfrau mitgegeben wurden. "Und daher wäre es das Beste, wenn Du schön weit hinten bleibst, das wohl!" Shaya geht ein paar Schritte nach hinten. "Ich vertraue auf den Schutz meiner Herrin, doch von so einem Eisbolzen möchte ich selbst dann nicht getroffen werden, wenn ich ihn überlebe", fügt sich die Geweihte. "Gut gesprochen!" kommentiert Phileasson. "Hmm" brummt der Zwerg und dann beginnt wieder das laute Denken. "Eine Bolzenfalle ausgelöscht durch die Unterbrechung von Licht. Was passiert wenn das Licht weg ist? Dann ist die Falle vermutlich entschärft." Er blickt angestrengt in den Raum und sieht die Fäden. Eine magische Falle also. Firutin sieht sich die Sache an, denkt sich aber, wenn es magisch ist, soll besser Isinha etwas daran machen. Nach Eigors Worten schaut der Boroni aber etwas genauer auf die Lichtquelle. Ist das eine Kugel aus Glas oder Eis, die leuchtet, oder ist das einfach Licht aus Nichts? Und kommen diese Lichtstrahlen von der Leuchtkugel oder von woanders her? Die Lichtkugel sieht wie eine Glaskugel aus. Die Lichtstrahlen verlaufen immer von Wand zu Wand. Nun versucht er abzuschätzen, ob unter der Decke genug Platz für einen Menschen oder eine Eule wäre. Die Lichtfäden sind im ganzen Raum, aber man kann ihnen mit Können und Glück bestimmt ausweichen. "Ich empfehle erstmal nicht, weiterzugehen." stößt er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. "Augenscheinlich bewirkt die Unterbrechung der Lichtstrahlen die Auslösung." Nachdenklich reibt er sich die Wunde. "Wenn nun kein Licht da wäre, gäbe es auch keine Lichtstrahlen. Würde dann die Falle trotzdem ausgelöst?" fragt er den Thorwaler neben ihm. "Alles in Ordnung mit Euch Magister?" fragt der Zwerg fürsorglich. "Das überlege ich auch gerade." kommt der Zwerg auf die gestellte Frage zurück. "Und ich überlege, wie wir die Lichtquelle zum erlöschen bringen können. Meine Idee beruht auf einer Decke und einer Person die fliegen kann oder einem Zauber, der Gegenstände bewegt. Beherrscht Ihr einen solchen und wäret in der Lage in auszuführen?" "Ja, ja, geht schon." erwidert Isinha. "Hmm, Decke, fliegende Person … ich hab's!" ruft der Magier auf. Die Freude über den Einfall lässt ihn fast den Schmerz vergessen. Zwar hat es damals bei den Grolmen nicht geklappt, hier aber könnte es gehen. Mit geübtem Auge nimmt er Maß und schätzt die Distanz, ob die 10 Schritt durchmessende Halbkugel eines ausreicht. sollte die Lichtkugel zum Erlöschen bringen. Und sie ist dich genug an Isinha dran. "Tja, falls hier niemand von euch eine bessere Idee hat oder mir einen guten Grund dafür nennen kann, dass ein Abdunkeln des Lichts möglicherweise alle Eiszapfenfallen gleichzeitig auslöst, hätte ich eine Lösung für unser Problem." informiert der Magier die hinter ihm wartenden Gefährten. "Und mit der Idee meinst Du sicherlich nicht die Suche nach dem Schalter, oder?" fragt Ingalf. "Ich denke nicht, dass es auf dieser Seite einen Schalter gibt. Falls es den für eine magische/Falle überhaupt geben kann. Aber bitte, falls Du ihn findest …" Isinha ist sichtlich für alle Vorschläge dankbar, denn der Erfolg seiner Methode ist ja keineswegs gewiss. "Nee, Du zuerst, das wohl!" widerspricht Ingalf. "Dann wartet bitte werter Magister, bis ich eine Decke aus dem Segler geholt habe. Euer Zauber hält nicht ewig und wenn wir die Kugel mit einer Decke abdunkeln haben wir den Rückweg gesichert." "Sicher, das hilft uns im Erfolgsfall!" munter der Magier Eigor auf. "Crottet, besorgst Decke und ein Seil!" befiehlt Phileasson. Der Angesprochene macht sich auf den Weg. Das gibt Eigor die Zeit zu prüfen, ob Ingalf oder ein anderer Großgewachsener die Decke anbringen könnte. Sollte das nicht funktionieren schätzt er die Chancen einer Pyramide aus Ingalf und Edric als Basis und ihm als Spitze ab. Sonst wird er Rovena ansprechen. Die sollte per Besen die Decke anbringen können. Die Leuchtkugel ist deutlich außer Reichweite. Sie schwebt knapp unter dem Scheitelpunkt der 5 Schritt hohe Kuppel. So spricht der Zwerg Rovena an. Für den Notfall hat er noch eine Idee. Aber so ginge es wesentlich schneller. "Kannst Du mit einer Decke und einem Seil dort hinauf fliegen und dann die Decke dort festbinden? Wenn nicht finde ich eine andere Lösung." Rovena überlegt nicht lange. "Wenn es nötig ist, werde ich es versuchen", erwidert sie und schaut zu der Lichtkugel hinauf. Edric grübelt eine Weile über diesen Vorschlag nach, aber er will sich ihm nicht erschließen. "Wieso sollte das nicht alle Eiszapfenfallen gleichzeitig auslösen?", fragt er, während Crottet auf dem Weg nach oben ist. "Nun, deshalb, da wir keine Lichtstrahlen unterbrechen, sondern die Lichtquelle selbst verlöschen lassen. Ob es wirklich funktioniert, wissen wir natürlich nicht." gibt der Magier unumwunden zu, denn ganz wohl ist ihm nicht dabei, wenn er an die Möglichkeit denkt, gleichzeitig alle Fallen auszulösen. "Falls es so sein sollte, dann ist es wenigstens rasch vorbei." Nachdenklich reibt er sich über die verletzte Stelle und murmelt einen . Edric betrachtet die Lichtquelle genauer. Was hat er nicht verstanden? Für ihn sieht es so aus, als würden sie die Lichtstrahlen unterbrechen, wenn sie die Lichtquelle mit einer Decke abschirmen. Nach einigen Momenten des Grübelns sagt er das auch. "Vielleicht ist das die Gelegenheit für die uns die Muhme die Pille gab", erinnert ihn Ingalf an das Geschenk der Hetfrau. Er greift in seinen Geldbeutel und dreht dieses kleine Wunder zwischen den Fingern, bereit mit dem letzten Atemzug die Pille zu schlucken. "Ja, vielleicht hast Du Recht." meint der Magier darauf hin und holt die Pille ebenfalls hervor und legt sie sich vorsichtshalber unter die Zunge. "Die Lichtstrahlen kommen doch nicht von der Kugel, was hilft da die Decke?" fragt Firutin verwirrt. "Aber ich kann sie auch abschießen." 'Wenn es etwas helfen würde', denkt er sich. Ein Pfeil sollte eigentlich dort hoch kommen, ohne einen der Strahlen zu berühren. "Nein, die Lichtstrahlen nicht. Aber das Licht, aus dem die kristalline Oberfläche offenbar die Strahlen generiert." antwortet Isinha dem Geweihten. Firutin versteht das nicht, glaubt ihm aber einfach mal. "Euer Gnaden und Herr Magister, wird ein Pfeil diesen Zauber denn überhaupt beseitigen können?" Eigor ist skeptisch. Wer so starkes Drakorabrodrom wirkt, der lässt es nicht durch Zufall oder einen Pfeil zerstören. "Wegen der Streuwirkung habe ich dagegen keine Bedenken. Der Pfeil kann auch aus dem Gang geschossen werden und der Rest von uns kann sich noch weiter zurückziehen." "Könnt Ihr sicherstellen, dass nicht ein einziger Strahl unterbrochen wird, wenn ihr den Pfeil abschießt? Und könnt ihr weiter sicherstellen, dass der herabfallende Pfeil, sollte er die Lichtkugel nicht zerstören, keine Lichtstrahlen unterbricht?" fragt der Magier. Seine Stimme bringt seine hohe Skepsis gut zur Geltung. Der Boroni antwortet mit einem Schulterzucken. Sie sind alle in der Hand der Götter. Wenn Isinha den Plan mit der Decke besser findet, macht man halt das. "Auch eine Antwort." Der Magier schüttelt verwundert den Kopf. Wenigstens ein Ja oder Nein hätte er erwartet. "Auch wenn es vermutlich nicht funktionieren wird, so wird es uns auch nicht schaden. Und so es Angrosch will müssen weder der Magister noch Rovena ihre Zauber wirken." "Zurückziehen sollten sich doch eh' am besten alle, das wohl!" meint Ingalf. "Isinha, wie nah muss Du stehen, um zu zaubern? Kannst Du nich' auch noch 'n Stück zurück?" "Nein, die Zone der Dunkelheit ist höchstens 10 Schritt breit und hat eine entsprechend kugelige Form. Wenn sie die andere Seite erreichen soll, muss ich schon in etwa hier bleiben." erwidert der Magier. "Ja, aber Euer Gnaden hat leider den exponiertesten Posten. Er muss noch auf die Kugel feuern können. Und das geht nicht durch die Decke. Alle anderen können sich bei dem Versuch weiter zurückziehen. Bei dem Versuch von Magister Arres ist dieser an vorderster Front zu finden. Und evtl. noch jemand, der die Wirkung des Zaubers ausprobiert. Dazu sollte es aber reichen, eine Decke in den Raum zu werfen. Kommen dann keine Geschosse, kommen überhaupt keine Geschosse mehr. Ich stelle mich für den Versuch zur Verfügung und werfe die Decke sobald das Licht ausgeht." "Ich bleibe auch, das wohl!" "Und ich bete für Euch", kann man Shayas Stimme aus dem Hintergrund hören. Im Zweifelsfall hat sie sich so am Eingang zu dem Raum positioniert, dass sie vor einem Bolzen rechtzeitig in Deckung gehen kann. "Haben wir keinen großen Schild, hinter den Eigor und ich uns ducken können, sobald die Dunkelheit uns umfängt?" fragt Isinha nach hinten. "Damit könnten wir wenigstens einen Teil möglicher Eisgeschosse abwehren. "Einen Schild? Ein Thorwaler braucht keinen Schild!" ist von Raluf zu hören. Damit erstaunt er auch Firutin, der inzwischen schon eine ganze Menge Thorwaler mit Schilden gesehen hat. "Das mag einer der Gründe sein, warum man so wenig alte Thorwaler sieht …" grinst der Zwerg. "Eigenartig." erwidert Isinha. "Und die Holzschilde an den Drachen sind nur zur Zierde?" Die Antwort des Thorwalers verwundert den Magier sehr, hat er doch in den vergangenen Jahren ein anderes Bild der Thorwaler gesehen. "Ja, da haste schon recht, aber die sind am Drachen und der Drachen is' weit weg, das wohl!" "Soll Euer Gnaden Borondino jetzt seinen Schuss versuchen oder beginnen wir mit der Operation Verdunkelung?" dabei blickt er verschwörerisch die Anwesenden an. "Ich möchte hier ganz klar verstanden sein: Sobald der Dunkelzauber gewirkt ist, ist es dunkel. Kein Fackelschein, kein Laternenlicht, nur Finsternis. Mein Zauberstab wird leuchtend zu sehen sein, aber nichts sonst, da das Licht von keiner Oberfläche reflektiert werden wird, ist trotzdem nichts zu sehen, außer dem Zauberstab. Der kann daher nur als Orientierungspunkt dienen, damit sich niemand verläuft." Isinha betont diesen Punkt ganz besonders, da der Einwand Eigors zeigt, dass er offenbar zu nachlässig die Folgen der "magischen Lösung" beschrieben hat. "Für mich ist diese Aussage nicht so wichtig wie für Rovena, die ja fliegen sollte. Kann sie das im Dunkeln? Könnt ihr denn in der Zeit etwas sehen? Und sie damit per Stimme leiten? Meine Aufgabe mit der Decke ist ja nicht mehr als ein werfen in den Raum. Und das Ergebnis werde ich auch hören können. So wie wir das Geschoss bei Euch gehört haben. Davon getrennt zu sehen ist der Schuss. Dieser ist ja auch derzeit möglich. Er kann aus dem Gang erfolgen und zwar von dort wo noch eben ein Treffer möglich ist. Solange die Kugel noch im Sichtfeld des Schützen ist." "Kannst Du auch nur die Kugel dunkel machen?" will Phileasson wissen. "Den Toten würde ich mir gern anschauen." "Aber es ist doch so, wenn die Kugel abgedeckt ist können wir den Raum gefahrlos betreten und dann mit einer Fackel alles ausleuchten. Und damit auch untersuchen." "Nein, aber wir können die Leiche doch mit aus dem Raum herausziehen." schlägt der Magier vor. "Bei den Temperaturen hier dürfte er nicht verwesen." "Wenn Du Dir ansiehst, wie er liegt, kannst Du etwas über seinen Tod erfahren", beharrt Phileasson. "Nun, ich kann in der Dunkelheit sehen und es Dir hinterher berichten." schlägt der Magier vor. "Mehr ist mir leider nicht möglich." "Also nur die Kugel geht nicht?" fragt Phileasson noch einmal nach. "Wie ich den Magister verstanden habe erst, wenn wir die Decke angebracht haben oder die Kugel zerstört ist." "Ja und nein." Der Magier lächelt wehmütig. "Mit der Dunkelheit kann ich nur für eine gewisse Zeit in einer räumlich begrenzten Zone das Licht verlöschen lassen. Mit einem anderen - wesentlich aufwändigeren und gefährlichen - Zauber könnte, ich betone, könnte es gelingen, die Lichtkugel zu entzaubern und sie damit verlöschen lassen. Aber das ist eher eine theoretische Möglichkeit." fügt er rasch hinzu. "Dann mach die Zone klein!" fordert ihn Phileasson auf. Isinha zuckt mit den Schultern. Zwar hat er noch nie versucht, die Zone ortsversetzt - also nicht mit ihm im Zentrum - und nicht in maximaler Ausdehnung zu erschaffen, aber wenn nicht jetzt, wann dann ist ein günstiger Zeitpunkt. So konzentriert er sich, schließt die Augen und formt mit seinen Händen eine Kugel. Nach wenigen Augenblicken ist es dunkel. "Rasch, es hält nur kurze Zeit an." fordert er die Gefährten auf. Absolute Dunkelheit entsteht rund um Isinha einschließlich der Leuchtkugel. Auch die Lichtfäden verlöschen. Als er die Matrix webt, merkt er, dass er das Zentrum der Dunkelheit nicht außerhalb seiner selbst legen kann. Schemenhaft nimmt der Magier seine Umgebung wahr. Rovena fällt der Hexenzauber ein. Und so legt sie die Hände vor die Augen und zählt bis 10. Als sie die Augen wieder öffnet, erkennt sie in ihrer Umgebung die Umrisse und Formen in schwarzweiß. "Seht und folgt mir!" spricht er laut und deutlich, ehe er den Zauberstab hochhaltend voranschreitet. Als er neben der Leiche angekommen ist, sieht er sie sich so genau an, wie es im Rahmen der geht und führt die Gefährten dann auf die andere Seite der Kammer. Der Tote ist ein Elf, das ist eindeutig und von Eisbolzen durchbohrt. Viel erschreckender ist aber ein Elf, der erstarrt in einer vom Eingang nicht einsehbarer Ecke steht. Er scheint mitten in der Ausholbewegung eines Schlages zu Eis geworden zu sein, den er gegen einen der Altarsteine ausführen wollte. Er hält eine Art Streitkolben in der Waffenhand. Ingalf ist erleichtert, dass die Falle nicht ausgelöst hat. Er lässt die Pille los und folgt dem Magier in die Dunkelheit. Firutin atmet auf. Es klappt wohl tatsächlich! Er folgt den Schritten und dem Stab des Magiers. Edric folgt, als er merkt, dass die Fallen offenbar nicht ausgelöst wurden. Als eine der letzten wird Shaya diesen kritischen Bereich passieren. 'Oh diese Gelehrten' denkt sich Eigor. 'Da redet man lange über Sicherheit, Schilde etc. und kaum wirken sie ihre Zauber, ist alles vergessen.' Da sich der Versuch mit der Decke ja dank Isinha erledigt hat hält er die Decke und ein Seil Rovena hin. Jetzt ist ihre Stunde gekommen. Danach folgt er dem Licht des Zauberstabs und hofft, dass alles so funktioniert wie sie es geplant haben. Rovena nimmt Decke und Seil und stößt sich auf ihrem Kampfstab vom Boden ab. Sie steigt hoch zu der Kugel und versucht neben dieser schwebend, die Decke über sie zu legen und mit dem Seil zu fixieren. Was ihr auch gelingt! "Bei Angroschs Bart. Mädchen melde Dich doch. Wo bist Du?" da er nichts hört, ist Eigor leicht beunruhigt. Und diese Schwärze ist so undurchdringlich, dass selbst seine an das Dämmerlicht gewohnten Augen nichts erkennen. "Keine Sorge, ich bin hier", antwortet Rovena aus der Höhe, wo sie gerade ihre Arbeit beendet. "Die Kugel ist verhüllt, ich komme zu euch herunter." Als sie alle wohlbehalten auf der anderen Seite der wieder das Licht der Fackeln und Lampen erblicken, packt auch Isinha die Garhelt-Pille wieder sorgfältig ein, ehe er Phileasson von den beiden Elfen, besonders von dem erstarrten, berichtet. "Ich denke, wir sollten unbedingt herausfinden, weshalb er dort so gestanden und etwas zerstören wollte, bevor wir weitergehen." lautet daher sein Vorschlag. "Jedenfalls sollten wir vorsichtig sein, damit es uns nicht ergeht, wie deinen Elfen", kommentiert Edric, dem diese Höhlen immer unheimlicher werden. Und waren sie nicht eigentlich auf der Suche nach einem Turm. Das sind alles zu viele Ungereimtheiten … "Und wenn das mit Rovena und der Decke geklappt hat, dann können wir doch alle nachsehen, das wohl!" Nach einer Weile landet die Hexe dann auch bei ihren Gefährten, denen sie fliegend gefolgt ist, auf der anderen Seite der Höhle. "Haste toll gemacht, das wohl!" lobt Ingalf die Hexe. Rovena lächelt schwach. "Mit vereinten Kräften werden wir hier schon wieder lebend raus kommen", meint sie, runzelt dann aber angesichts der aufkommenden Streitereien über Gräber, Götter und Heiligtümer die Stirn. Diese gereizte Stimmung wegen irgendwelcher Götter behagt ihr gar nicht. "Raus? Wir wollen erstmal weiter rein, das wohl!" "Erstmal ja, aber dann will ich wieder ans Tageslicht", erwidert die Hexe nur. "Wir bleiben erstmal alle zusammen!" befiehlt der Kapitän, als er sieht, wie sich Raluf weiter die Treppe hinab machen will. Maulend fügt sich der Thorwaler. "Genau." meint der Zwerg kurz und wartet bis die Dunkelheit verschwindet. "Ja, wir warten, bis die Dunkelheit endet. Oder kannst Du sie beenden?" will Phileasson wissen. Der Magier schüttelt nur verneinend den Kopf. Urplötzlich verschwindet die , aber Rovenas Decke scheint ihre Funktion zu erfüllen. Es gibt jedenfalls keine Lichtstrahlen mehr quer durch den Raum. Eigor ist froh, als er wieder etwas wahrnehmen kann. Auch er will sich die beiden Elfen ansehen. Vor allem der erstarrte Elf interessiert ihn. Er betritt daher den seiner Meinung nach jetzt sicheren Saal. Er sucht zum einen nach dem Symbol der geflügelten Sonne auf der Kleidung des Elfen und zum anderen ist er an der Waffe des Elfen interessiert. Er betrachtet sie genau. Beide Elfen sind tragen funktionale, für die Kälte angemessene, aber schmucklose Kleidung. Der zuschlagende Elf scheint völlig unverletzt, einfach mitten in der Bewegung erstarrt. Der Streitkolben ist wirklich fein gearbeitet. Firutin wirft kurz einen Blick darauf. Ob das eine Elfenwaffe ist? Cadruel kann er sich nicht so wirklich mit einem Streitkolben vorstellen, und in Weiden hatten die Elfen auch so etwas nicht. Sei sieht gut ausgewogen aus. In der anderen vorher nicht einsehbaren Ecke kniet in Elf, er starrt mit schreckverzerrtem Gesicht nach oben. Firutin folgt seinem Blick. Der Blick hat keinen erkennbaren Fixpunkt. Was die Kleidung betrifft ist Eigor etwas enttäuscht. Er hatte vermutet, dass das Zeichen der Sonne zu finden ist. Nun er wird gleich noch einmal den 3 Elfen danach absuchen. Die Einlegearbeiten des Altars lenkt Eigor ab. Hier ist ein goldener Drache ausgeführt. Aber jetzt kommt der Waffenschmied in ihm durch. Vorsichtig versucht er den Streitkolben aus der Hand des Toten zu ziehen. Er will die schön gearbeitete Waffe genauer sehen. Vielleicht ist sie es wert Angrosch als Geschenk zu dienen. "Sollten wir nicht die ewige Ruhe der Toten auch an diesem Ort wahren? Seit wann sind wir Plünderer?", fragt die Traviageweihte und schaut dabei um Zustimmung ersuchend in Richtung des Boroniten. Der nickt kurz. Ob das für versteinerte Heiden auch gilt, da ist er sich nicht ganz sicher, aber er hält es für borongefälliger, auch diese Leichen in Ruhe zu lassen. "Mit Verlaub, aber ich denke, wir müssen uns hier genau umsehen." wendet Isinha ein. "Das heißt ja nicht, dass wir etwas mitnehmen. Wenn ein Elf an einem Ort wie diesem mit einem Streitkolben etwas zu zerschlagen versucht hat und mit offenbar magischen Mitteln effektiv daran gehindert wurde, verdient das unsere gesamte Aufmerksamkeit." "Das ist mir bekannt. Mir ging es um das Mitnehmen", erwidert die Geweihte ob der Belehrung durch den Magus ein wenig pikiert. "Oder mit göttlichen", flüstert der Moha. meint Isinha zum Moha in ihrer Muttersprache. Der Moha nickt nach einigem Nachdenken. "Und den Streitkolben brauch' der auch nich' mehr, das wohl!" fügt Ingalf noch an. Schließlich sind sie hier auf keiner Wallfahrt. Phileasson funkelt Ingalf an. 'Selbst als Käptn sollte er sich es nicht mit allen verscherzen.' denkt Isinha nur. Der zuckt zusammen und respektiert die Entscheidung des Hetmanns. "Lass das!" kommt der Befehl von Phileasson. "Wir berauben die Toten nicht." 'Was hat der denn getrunken?' fragt sich Ingalf, irgendwie kommt ihm Phileasson gegenüber früher verändert vor. 'Naja, aber Recht hatter schon, die meisten die wir beklaut haben, lebten noch, das wohl!' Unwillig knurrt der Zwerg. "Nicht? Und was macht ihr auf euren Beutezügen sonst? Ich dagegen prüfe die Waffe, ob sie würdig ist in Angrosch Sammlung einzugehen. Er hat uns Zwerge beauftragt alle Schätze der Schmiede zusammen zu tragen und damit Angrosch und den Schöpfer des Kunstwerks zu ehren." Eine Hand legt sich auf die Schulter des Zwerges, und er hört eine flüsternde Stimme: "Lass es, Bartmurmler." "Und darf man auch die Gräber Eurer Vorfahren schänden, um deren Waffen Angrosch darzureichen? Würdet Ihr einen Eurer Gefährten seiner Waffe berauben, wenn er fällt, um diese Angrosch darzureichen?", fragt die Geweihte mit ernstem Unterton. "Euer Gnaden ihr redet von einem Grab. Meint ihr wirklich, dass diese Toten so von einem Priester eingesegnet worden sind? Sollen sie wirklich hier sein?" "Dem Hetmann einer Otta zu widersprechen ist Meuterei, das wohl!" repetiert Ingalf den wichtigsten Satz der Thorwaler. "Du solltest langsam Ruhe geben, Zwerg!" Auch wenn ihm die Entscheidungen Phileassons nicht gefallen, er ist der Kapitän und hat das sagen, so einfach ist es. "Willst Du behaupten, wir Thorwaler sind Grabschänder?" Raluf legt die Hand an seine Waffe. "Wer redet hier von Grab? Dies ist eine Eishöhle, Punkt. Und wenn Du bei einem Beutezug eine Höhle mit Opfern eines Kampfes findest ist das dann für Dich ein Grab? Oder wenn Du selber sie bei einem Überfall in eine Höhle treibst und dort im Kampf tötest, lässt Du ihnen dann alles?" "Sicher nicht." schaltet Isinha sich ein. "Er kennt nur das Wort 'Pirat' nicht." Ingalf berührt Isinha am Ärmel. "Hör besser auf!" raunt er ihm zu. "Aber vielleicht sollten wir sein Werk vollenden." schlägt Isinha vor. "Und dasselbe Schicksal erleiden?" fragt Edric. Er sieht keinen Sinn darin, hier das Werk von Fremden zu vollenden, wenn man nicht einmal weiß, wer die Fremden sind, was sie wollten und wer sie von ihrem Tun abgehalten hat. "Das ist doch gänzlich ungewiss!" erwidert Isinha, beginnt aber aufgrund von Edrics Einwand, darüber nachzudenken. "Eben", unterstreicht Edric seine Meinung. "Ist hier wirklich unser Ziel?" "Nein", ist aus dem Hintergrund zu hören. Auch ohne sich umzudrehen dürften die Anwesenden sofort Shayas Stimme ausmachen. "Dies ist nicht das Ziel. Aber es ist ein wichtiger Baustein, um unser Ziel zu erreichen. Was immer der Himmelsturm an Geheimnissen hat, sie wirken bis hier." Nachdem er sich ein wenig beruhigt hat, steigt der Zwerg in die Diskussion ein. "Ein Heiligtum schänden, das willst Du vollenden?" entgegnet Phileasson angewidert. 'Das ist aber kein Heiligtum', denkt sich der Boroni. "Wir wollen überhaupt nichts schänden. Aber bedenke: Auch dunkle Götzen sollen Heiligtümer haben. Und einen Tempel des Hranngar würdest Du zerstören. Wir aber wollen nur Wissen erlangen. Was wissen wir schon über die Vorgänge der Vergangenheit? Wer war hier gut und wer schlecht?" "Wessen Heiligtum?" fragt Isinha zurück, denn das ist ihm noch nicht aufgegangen. "Die alten Götter der Elfen", sagt Phileasson kurz und schaut fragend zu Cadruel. Der nickt nur, die Hand immer noch auf der Schulter des Zwerges. "Schaut doch auf die Symbole, die passen genau zu den Figuren. Am Ausgangspunkt", ergänzt er. "Und ihre Kräfte sind noch nicht erloschen." Einer der anderen Altäre zeigt eine weibliche Elfe, die sich, während die Helden sie betrachten, unablässig verändert. In einen anderen Altar ist eine luchsköpfige Elfe eingraviert. Beim letzten Altar schmückt das Bild einer schönen, blinden Elfe schmückt diesen Stein. In der einen Hand hält sie ein Schwert, in der anderen ein Füllhorn. "Kennst Du ihre Namen?" fragt Phileasson Cadruel. "Pyr'Dakon, Nurti, Zerzal und Orima." flüstert Cadruel und lässt nun den Zwergen los. "Und dazu könnte sich diese Waffe als einzig richtiges Werkzeug erweisen. Lass sie ihn wenigstens untersuchen." schlägt der Magier vor. "Wenn Du es magisch untersuchen willst, musst Du die Waffe nicht an Dich nehmen", erwidert der Kapitän bestimmt. "Oh, kaum wird es kalt, haben plötzlich alle hier mächtig viel Ahnung von Magie!" erwidert der Magier absichtlich respektlos, zuckt mit den Schulter und wendet sich ab. 'Wenn er das nicht will, dann soll es mir schon lange Recht sein. Mal sehen, wie lange er das durchhält.' bleibt Isinha eigensinnig. "Das hier sind eindeutig Altäre der vier Gottheiten", fügt er noch hinzu. "Götzen", korrigiert Firutin knapp. Er hat noch nicht vergessen, wie Phileasson auf dem falschen Altar geopfert und zu den falschen Göttern gebetet hat. Das beunruhigt ihn sehr. "Nur weil Du etwas nicht verstehst, heißt es nicht, dass es es nicht gibt. Es gab schon Götter vor Deinen, und es wird sie danach noch geben. Du - Kurzlebiger - wirst nicht lange genug leben, um all dieses zu begreifen!" So langsam hat Firutin wirklich genug von den Beleidigungen und Ketzereien dieses Elfen. Er geht zu Cadruel herüber und sieht ihn ruhig an, bevor er ihm antwortet. "Götter gibt es nur die Zwölfe und Ihre Kinder. Oder wo sind sonst die Geweihten dieser Götzen? Und die Wunder, die sie wirken?" Mehr mitleidig als verdammend fährt er fort: "Du magst lang leben, Elf, aber du scheinst nichts zu lernen, und sterben wirst auch du. Und dann wird dich der Herr Boron nicht in Empfang nehmen, und kein liebender Gott wird dich in sein Paradies aufnehmen. Überlege, ob dein Trotz das wert ist." "ICH gehe ins Licht!" 'Ins Licht? Was meint er damit?' wundert sich Firutin. Das hört sich fast nach einem Glauben an. Aber Nachfragen lohnt sich nicht, von Cadruel ist sowieso keine sinnvolle Antwort zu erwarten. Wie auch immer, ein Paradies kann das 'Licht' nicht sein. "Eben", murmelt er und geht nach vorne zu Raluf, um dort auf die anderen zu warten. 'Aber nich' unserer Götter, bei Swafnir!' will Ingalf sagen, aber er schüttelt nur still den Kopf. 'Was ist nur aus dem alten Phileasson geworden? Damals in Prem …' 'So so. Vier. Wessen vier?' Die Erklärung bleibt ohne Kommentar. "Und einer davon ist Prdrax der Urfeind der Zwerge. Niemand hat mehr Leid über uns Angroschim gebracht. Und doch soll er hier der Gute sein." Man sieht dem Zwerg an, dass er sich langsam in Rage redet. Ingalfs Warnung über Hierarchie innerhalb der Otta - und nichts anderes handelt es sich hier bei ihrer Wettfahrt - scheint der Zwerg überhört zu haben. 'Wenn das man nich' ins Auge geht …' Der Magier winkt nur ab, meint das aber allgemein. "Macht doch, was ihr wollt!" Wenn hier ohne niemand auf seine Vorschläge hört, wird er auch keine mehr unterbreiten. Phileasson hält inne und schüttelt sich. "Du hast recht sagt er dann. Es muss die Kälte sein. Bitte schön!" Er macht eine auffordernde Handbewegung zu Eigor und Isinha. Auch Ingalf ist etwas verwirrt. 'Der schlingert ja wie ein Schiff im Sturm hin und her, das wohl! Das geht nicht mit rechten Dingen zu, das wohl, das wohl, das wohl! Swafnir steht uns bei!' Eigor ist beeindruckt. Der Kapitän hat für ihn massiv an Ansehen gewonnen. Vorsichtig nähert er sich dem Streitkolben. "Magister wollen wir?" Als er die Elfen untersucht, findet das gesuchte Symbol nicht. Shaya schaut mit ungläubigem Blick, sofern das für eine Geweihte überhaupt möglich ist, auf den Kapitän. Irgendetwas stimmt da nicht, sagt ihr eine innere Stimme. Wenn sie die Zeit und Gelegenheit dazu hat, wird sie Phileasson darauf ansprechen. "Nun, möglicherweise ist es kein Grab - allenfalls eines für diejenigen, die hier ihren Tod gefunden haben", gibt auch Shaya im Zuge ihrer Verwunderung nach. Einen Streit können sie hier in dieser Höhle nun als allerletztes gebrauchen. "Wollen wir?" stellt Isinha die Gegenfrage. "Ich verstehe nichts von derartigen Waffen." Statt dessen sieht der Magier sich den betreffenden Altar, der Ziel des Angriffs sein sollte, genauer an. Nicht dass hier doch noch eine Falle lauert … Die Einlegearbeit, ein Drache, ist fein ziseliert. Eigor hatte es so verstanden, dass auch der Magister den Kolben untersuchen wollte. Aber egal. Er versucht vorsichtig den Streitkolben aus der Hand des Elfen zu schieben. Die Waffe sitzt fest. Eigor versucht mit dem Stiel seines Hammers den Streitkolben nach oben aus der Hand zu schieben. Es wirkt so, als ob alles fest miteinander verbunden ist. "Komm, lass gut sein!" schwenkt jetzt auch der Magier ein. "Wir gehen weiter und heben uns dieses Rätsel für später auf." konstatiert er und schließt wieder zu Ingalf auf. "Weiter?" fragt Isinha den Thorwaler. "Erstmal weiter!" sagt Phileasson entschieden. Einen Befehl, der seinen eigenen Wünschen nahekommt, befolgt der Hirte gerne. Cadruel überholt sie. Widerwillig lässt der Zwerg von der Waffe ab und schließt sich der Gruppe an. Ingalf folgt ebenfalls. <<>>Nachdem die Gruppe eine weitere Treppe hinabgestiegen seid, betritt sie eine große, halbkuppelförmige Kammer. Kein Zweifel, das ist das Herz eines Grabhügels. In der Mitte des Raumes steht ein schlanker Eissegler, auf dem ein elfischer Leichnam aufgebahrt wurde. Zwischen seinen über der Brust gefalteten Händen ruht ein Schwert. An die Seite der Bahre lehnen Schild und Jagdbogen. Im Bug des kleinen Seglers steht ein mit Schriftzeichen bedeckter Eisblock. Entlang der Rundung wurden Dutzende Thronsessel aus dem Eis geschnitten, auf denen erstarrte Gestalten sitzen. Mit Ausnahme der Rückwand sind alle Wände der Kammer vollständig bemalt. In die Rückwand sind zahllose 25 x 25 Finger große Scheiben eingelassen. Mit angehaltenem Atem betritt Rovena die Kammer der Toten. Um keinen Lärm zu machen, atmet sie flach weiter, die vielen Toten bedrücken sie stärker, als sie sich eingestehen möchte. Vorsichtig sieht auch sie sich um. Diese Scheiben haben es dem Magier angetan, so dass sie sein Interesse vollständig einnehmen. Wie er seine Gefährten kennt, kümmern die sich schon um die Toten und deren Habe … Hinter den Eisscheiben in der Rückwand verbergen sich Nischen, in denen jeweils ein Toter ruht. Eigor ist fasziniert von der Kammer. Nach einem kurzen Blick rund herum interessiert ihn vor allem eins. Ist dieser Segler schon einmal gefahren oder wurde er hier zusammengesetzt? Er betrachtet den Segler näher, um dazu näheres zu erkennen. Der Segler wirkt brandneu. "Das Schiff ist noch nie gefahren." teilt der Zwerg seinen Gefährten mit. "Warum dieser Aufwand? Und was ist an dem Segler so besonders, dass er in einer Grabhöhle aufgebaut wird. Ohne Grund macht das ja niemand." Eigor will gerade auf das Schiff klettern, als er den Ruf Ingalfs hört. Das weckt seine Neugier. Und er wendet sich den Bildern zu. Edric bleibt bei diesem Anblick erst einmal stehen und sieht sich um. Gibt es hier noch einen anderen Ausgang? Oder sind sie hier wirklich nur in einem Grabhügel im Nirgendwo? Rätselhaft … Dann beginnt er, in dem Raum umher zu gehen und sich die Toten anzusehen. Gibt es Anzeichen ihrer Todesursache oder -umstände? Die Elfen sind alle im Kampf gefallen! Alle Leichen sind hervorragend konserviert und erwecken den Eindruck, gerade erst in das Grab gebracht worden zu sein. Deutlich kann man durch ihre zerrissenen Gewänder noch die tödlichen Wunden erkennen, die sie in der Schlacht erlitten haben. Männer und Frauen, Kinder und Greise sitzen auf den Thronen. Viele von ihnen tragen kostbare Schmuckstücke. "Wie bei den Firnelfen." flüstert Cadruel. Edric stutzt. "Kinder und Greise, die in einer Schlacht gefallen sind?" denkt er laut. "Entweder das war eine Art 'letztes Aufgebot' oder ein Massaker. Oder beides." Eigor ist inzwischen zu den anderen getreten. "Es sagt vor allem viel über die Gegner aus. Denn wer tötet unschuldige Kinder? Mein schlechtes Gefühl bei der geflügelten Sonne hat sich bestätigt. Ich möchte wetten, dass die 'Eisstatuen' oben auch der Partei der geflügelten Sonne angehört haben. Und das die Symbole oben um das Gab herum durch die geflügelte Sonne zerstört werden sollten, um hier eindringen zu können. Doch ein wirksamer Drakorabrodrom im Grab hat sie beim Versuch der Grabschändung aufgehalten. Auf jeden Fall sollten wir sehr vorsichtig sein, wenn wir in den Himmelsturm gehen. Die Elfen der geflügelten Sonne sind dort vermutlich noch zu finden." Shaya betrachtet die Kammer mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Faszination. Ein Grab. Womöglich ein Grab eines Königs. Gewohnheitsmäßig schlägt sie mit der rechten Hand ein Boronsrad über der Brust. Dann betrachtet sie die erstarrten Gestalten auf den Thronsesseln genauer. Recht interessiert betrachtet Firutin den Raum, hält sich aber erst einmal zurück. Die Schriftzeichen kann er sowieso nicht lesen, und die Toten kennt er auch nicht. Der Elf geht direkt zu dem Aufgebahrten und schaut in genau an. Auch dieser Tote ist eindeutig im Kampf gefallen. Aufmerksam sieht sich Ingalf in der Kammer um. Er schaut sich zuerst die Gemälde auf der freien Wand an. Auf dem großen Gemälde in der Kuppel der Kammer ist das Leben eines Elfenvolks dargestellt. Prächtige Gärten und Paläste sind ebenso zu sehen wie eine Ratssaal und ein See. Bei der Szene einer Regatta auf dem Eismeer zum Heiligtum im Yeti-Land fällt ein besonders großer Eissegler auf, der mit deutlichem Vorsprung gewinnt. An anderer Stelle begegnet ein Elf, der auch in weiteren Szenen zu sehen ist, einer wunderschönen Elfe, die von einem Wolf begleitet wird und aus der Wildnis zu kommen scheint. Wenig später ist diese Elfe in einem Gewand, geschmückt mit der geflügelten Sonne, beim Bau eines unterirdischen Tempels zu sehen. Dann werden die beiden gefangengenommen. In der nächsten Szene stürmt die Elfe an der Spitze einer Schar Bewaffneter in einen großen Saal. Das folgende Bild zeigt einige Eissegler, die durch die Luft gleiten, wo bei sie von anderen verfolgt werden. Dann kommt es zur Schlacht, in die sich ein Drache einmischt und die Kämpfer mit dem Sonnensymbol vertreibt. In einer der letzten Szenen sieht man, wie Elfen einen großen Grabhügel im Eis errichten und dort die Gefallenen bestatten. In der folgenden Szene schließlich zieht eine kleine Schar Richtung Süden. Daneben ist ein Abbild der drei Elfen, die in das Grab eindringen, und als letztes, sehr blasses Bild einige Gestalten, die aussehen wie die Heldengruppe! Das Bild wird immer schärfer, und ein Irrtum ist jetzt ausgeschlossen: An der Wand entsteht tatsächlich ein Bild, das die Gruppe zeigt! "Bei den Zwölfen!", entfährt es Shaya. "Das ist … das ist doch nicht möglich …", dann verschlägt es ihr die Sprache. Viel hat sie schon in ihrem Leben gesehen - göttliches, magisches, aber das hier übersteigt ihre Vorstellungskraft. Raluf hat zusammen mit Crottet und dem Moha den Raum verlassen. Zitternd tritt Ingalf von dem Bild zurück und schließt die Augen. Das ist fast so schlimm wir die Götterbilder. Aber diesmal hat er die Zähne zusammen gebissen und seine Angst überwunden. 'Die Wand zeigt die Geschichte, das wohl! Aber bei Swafnir, auch wir sind drin.' Es kann sich nicht von dem Bild abwenden und wartet darauf, dass sich eventuell noch ein Blick in die Zukunft der Gefährten erhaschen lässt. Cadruel tritt hinter ihn. "Unsere Zukunft ist ihre Vergangenheit." Als Isinha gerade die Gefährten herbeirufen will, um ihnen die weiteren Toten zu zeigen, bemerkt er Ingalfs Gesichtsausdruck. "Was ist denn mit …?" weiter kommt er nicht, ohne selbst das Bild anzusehen. "Oh!" entfährt es dem Magier, als er den letzten Teil des Gemäldes erblickt. "Aye! Das ist komisch, nich' wahr! Genauso wie oben im Tempel, das wohl!" meint Ingalf und kann den Blick nicht von dem Bildern abwenden. Firutin sieht sich die Bilder jetzt ebenfalls an. Sie erzählen also eine Geschichte vom Krieg zwischen zwei Elfengruppen … und durch irgendeine Magie werden sie gemalt. Tja, ist halt Magie. Rovena stößt scharf den Atem aus, als sie das Gemälde betrachtet. "Was soll das?" fragt sie sich und vermutet gleich: "Hier wird die Geschichte der Alten Elfen aufgezeichnet!" "Nich' nur die Elfen, das wohl!" meint Ingalf. "Schau Dir das letzte Bild an." Er deutet auf die Szene mit den Helden. Rovena runzelt die Stirn und nickt, sie hat es gesehen. "Magie … doch welcher Natur?" flüstert sie leise. "Ob die letzten drei Elfen Begleiter von Galandel waren?" Phileasson spricht Cadruel an: "Kannst Du die Schrift hier auf dem Eisblock lesen?" Cadruel nähert sich den Schriftzeichen und studiert sie genau. Aber je intensiver er hinschaut, umso mehr scheinen sie vor seinen Augen zu verschwimmen. Nach einer ganzen Weile wendet er sich mit gesenktem Kopf ab, schüttelt ihn leicht und flüstert: "Ich habe sie schon mal gesehen, aber ich weiß nicht mehr wann und wo, es tut mir leid." Sein Gefühl sagt ihm aber, dass es sich um Altelfisch handeln muss. "Mist!" Phileasson erhebt die Stimme. "He, könnt ihr alle mal schauen, ob ihr das hier lesen könnt?" Edric macht sich keine Hoffnungen, irgendetwas entziffern zu können, macht sich aber dennoch zum Käptn auf. Dort ist er über den Anblick überrascht. "Das soll Schrift sein?" entfährt es ihm. "Schrift …" Raluf zuckt die Achseln. "Mir egal." Ingalf betrachtet die Zeichen kurz und schüttelt dann mit dem Kopf. Mit seinen eher bescheidenen Kenntnissen der elfischen Sprache kommt er hier nicht weiter. Für die Schrift - haben die Elfen überhaupt eine - konnte der Magier bislang noch keinen rechten Lehrmeister finden. "Nicht wirklich." murmelt er dann nach einem Blick auf die Zeichen. Auch Rovena betrachtet die Schriftzeichen auf dem Eisblock und runzelt die Stirn. "Lesen kann ich die Zeichen nicht, aber das ist bestimmt eine alte Elfensprache", meint sie dazu. Lesen und Schreiben beherrscht der Zwerg meisterlich, aber er hat keine Ahnung von der Sprache der alten Elfen. Vielleicht sollte er Cadruel fragen, ihm einige Brocken Elfisch beizubringen. Trotzdem schaut er sich die Zeichen an. Es sind Zeichen, wie sie Eisenbeiß noch nie gesehen hat. Er ist sich nicht einmal sicher, ob es sich um einen Buchstaben-, eine Silben- oder eine Bilderschrift handelt. Aber wenn er noch einmal so eine Schrift sieht, wird er sie bestimmt wiedererkennen. Obwohl er die Zeichen nicht versteht wird er das Gesehene abzeichnen. Wer weiß was die Schrift bedeutet und ob sie die Botschaft noch einmal brauchen können. "Wenn Galandel doch noch bei uns wäre." murmelt er leise. "Die wüsste sicher, was hier steht." Ein wenig enttäuscht nimmt Isinha sich vor, seine Sprachkenntnisse weiter zu vertiefen, während er Eigor dabei zusieht, wie dieser den Text mehr abmalt als abschreibt. Shaya tritt an den Stein. "Hmm, hmm", überlegt die Geweihte. 'Diese Schrift ist mir fremd und vertraut zugleich', denkt sie still. Sie schließt die Augen und versucht sich zu erinnern. Dann wird ihr auf einmal fast schummrig vor den Augen und für einen Augenblick lang meint sie, klar zu sehen - die Schrift, die Bilder, der Zusammenhang. Doch Shaya ist zu überrascht von dieser Eingebung, dass sie nur einen Bruchteil dessen, was sie gesehen hat, behalten kann. "… Bruder … Himmelsturm … Sturm … Fluch … zu Eis … Kult … Leuchtenden", hören die Umstehenden sie murmeln. "… Bruder … Himmelsturm … Sturm … Fluch … zu Eis … Kult … Leuchtenden", wiederholt sie. Dann scheint sie wie aus einem Trance zu erwachen. Da der Zwerg schon Stift und Papier in der Hand hat wird er die Worte niederschreiben. Danach versucht er das Gehörte in Zusammenhang mit dem zu bringen, was er weiß oder vermutet. Bruder kämpfte gegen Bruder hatte Galandel gesagt, der Himmelsturm, so wurde der Turm genannt, Fluch zu Eis damit könnte das gemeint sein was den Elfen oben geschehen war. Der Kult könnte die Zurückgebliebenen mit den Geflügelten Sonnen meinen. Und dazu würde auch die Leuchtenden passen. Dann wendet er sich an die anderen: "Ist das eine Warnung? Aber warum hier? Oder ist es ein Teil der Geschichte, die wir in den veränderlichen Bildern gesehen haben?" "Ich denke es passt zu der Geschichte der Bilder, das wohl!" Phileasson nickt nachdenklich. "Ja, denn wenn es eine Warnung sein sollte, dann würden sie doch wohl nicht erst hier, nach dieser Eisfalle, davon sprechen. Und sicher würden sie auch eine allgemein verständlichere Form wählen, damit die Warnung auch jeden erreicht." sinniert der Magier. "Egal!" Phileasson ruckt mit den Schultern. "Ich glaube, wir sind hier fertig." Isinha lässt den Blick noch einmal prüfend durch den Raum schweifen, ob er auch nichts von Wesentlichkeit übersehen hat, nimmt noch einmal kurz den Ablauf der Bilder in sich auf und sucht dann nach einem Ausgang aus der Kammer. Hier scheint die Endstation zu sein. "Tja, das war's dann wohl." konstatiert der Magier nach einem erneuten Rundblick. "Dann sind wir hier wohl fertig." "Ist aber immer noch keine Erklärung, warum das hier alles passiert ist", wendet Edric ein. "Aber ein Hinweis, dass wir im Turm sehr sehr vorsichtig sein müssen. Den derzeitigen Bewohnern dürfte eine Wettfahrt bestenfalls egal sein. Vermutlich werden sie aber versuchen ihre dunklen Geheimnisse zu wahren." "Derzeitige Bewohner?!" Edric ist verdutzt. Er dachte, diese ganze Geschichte sei alles schon lange, lange her. Und mitten im Eis, wer will denn da wohnen? "Alle Geschichten die wir kennen sagen nichts anderes aus. Wenn ich einen Turm hier erbaue, dann kann ich ihn immer noch bewohnen. Und das Drakorabrodrom dieser Elfen wirkt ja auch immer noch." "Ja, aber das klang alles nach 'lange, lange her'" gibt Edric konsterniert zur Antwort. "Bisher hatte ich ehrlich gesagt noch nichts von Elfen im Eis gehört." Dabei blickt er fragend zu Cadruel. "Es gab sie, es gibt sie und es wird sie immer geben." "Und was sollte ich noch über sie wissen, bevor wir ihnen begegnen?" fragt Edric in einer Mischung aus Erstaunen und Verwunderung. "Das sie mächtiger sind als wir es je sein werden." "Das könnte allerdings tatsächlich sein", stimmt die Geweihte zu. "Und warum genau wollen wir dann da hin?" stellt sich Edric die Sinnfrage. "Oder besser gesagt: Was genau sollen wir da eigentlich?" Irgendwas muss er wohl verpasst haben. Diese Gegend hier schlägt ihm aufs Gemüt. "Wir wollen dahin, um unsere Aufgabe zu lösen. Und die Aufgabe lautet dort ein Geheimnis zu entdecken. Was auch immer es sein mag." 'Unser Auftrag ist also ein Geheimnis, sage ich doch', denkt sich Edric, sagt aber nichts. "Ja, das ist fürwahr ein Rätsel. Aber keines, das wir hier unten in der Kälte lösen müssen." erwidert der Magier. "Lasst es uns lieber in der Kälte draußen lösen." verschmitzt grinst er Eigor an. "Hast Du alles notiert?" fragt er sicherheitshalber noch einmal nach. "Alles aufgezeichnet was die Schrift angeht. Ebenso die Deutung. Vielleicht finden wir ja noch jemanden, der das lesen kann." "Ja, vielleicht. Nur hier nicht mehr." antwortet er dem Zwerg. Unwillkürlich durchfährt den Magier ein Schauder. Nein, hier möchte er nicht länger als nötig bleiben. Ingalf schaut sich noch einmal das Wandbild an. Gibt es dort Hinweise auf aktuelle Bewohner des Turms? Die gibt es nicht. "Wie wahr, wie wahr", ist eine Stimme aus dem Hintergrund zu vernehmen. Shaya hat sich wieder gesammelt und ist bereit weiterzuziehen. Da ihm kein weiterer Ausgang erkennbar geworden ist, macht er sich sodann auf den Rückweg. Vor der Kammer der Lichtstrahlen überzeugt Isinha sich kurz, dass die Falle nicht wieder aktiv geworden ist und begibt sich anschließend nach draußen. Auch bei den Elfen, die den Altar zerstören wollten, hält er nicht an. Die Reste des Buches hat er offenbar vergessen. Rovena folgt ihrem Gefährten, in Gedanken versunken. Was das nur alles zu bedeuten hat? Und wo werden sie diesen geheimnisvollen Himmelsturm bloß finden? Widerwillig trottet der Zwerg hinter den anderen her. Er hätte gerne noch einen genaueren Blick auf das Schiff und dessen Lenker geworfen. Auch dem Streitkolben des toten Elfen wirft er noch einen sehnsüchtigen Blick zu. Wie gerne hätte er ihn näher untersucht.
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| Letzte Aktualisierung am Mittwoch, 23. November 2011 um 15:00 |
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