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Niemand ist perfekt! |
| [Hexennacht] 01 - Im Bornwald |
| Geschrieben von: Lauriel Schneeflocke | |||
| Freitag, 14. Juli 2006 um 19:12 | |||
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Die Helden betrachten zweifelnd den großen Raben, der schon seit mehreren Stunden über ihnen sein Kreise zieht. Vielleicht ist es doch keine so gute Idee gewesen, dem Rat der alten Frau zu folgen. Gestern Nacht saß eine riesige Eule auf einem Ast über dem Lager und blickte alle unverwandt mit ihren glühenden Augen an. Bei Sonnenaufgang erschien dann der Rabe. Es war offensichtlich, dass die Tiere beobachten. Bis jetzt hat der Rabe keine Anstalten gemacht, jemanden anzugreifen; er scheint aber über Intelligenz zu verfügen: Als Ouroborox probeweise seine Armbrust auf ihn richtet, lässt er sich mit angelegten Flügeln fallen und verschwindet in der Deckung der Bäume, um Minuten später vorsichtig wieder aufzutauchen. 'So so.' Zu seinen Gefährten meint Ouroborox: "Seht an, seht an. Die 'Kohlenente' ist nicht dumm!" Lauriel drückt die Armbrust zur Seite: "Lass doch diese Dummheiten. Wir wissen nicht, wer die Vögel schickt, vielleicht ist er uns freundlich gesinnt. Auf jeden Fall wird es niemandem gefallen, wenn wir sein Haustier töten!" "Denk doch an Banjews Ezoragh," fügt Lauriel noch hinzu. 'Vielleicht wurde der auch von so einem Schießwütigen erledigt.' Leise fluchend legt Ouroborox die Armbrust wieder hin und mustert misstrauisch das Unterholz des Waldes. Ist dort nicht ein dunkler Schatten vorbei gehuscht? Alle fünf, Cuilyn auf dem Kutschbock, Banjew neben sich, Cadruel auf seinem Pferd dahinter, Ouroborox und Lauriel mit ihrem Schneedachs an ihrer Seite zu Fuß vorweg, haben das Gefühl, als ob sie von vielen kleinen Augen beobachtet werden. Weshalb sind sie nicht auf der Handelsstraße geblieben, sondern haben diesen verlassenen Waldweg genommen? Alles begann vor drei Tagen. Die fünf sind die alte Handelsstraße, die von Norburg aus im großen Bogen nach Festum führt entlanggefahren - leicht missmutig, denn es steht ja noch eine unangenehme Aussprache mit Tyros Prahe bevor. Am vorigen Abend gab es im Gasthaus weder ordentliches Bier noch trinkbaren Wein, was zusätzlich auf die Stimmung geschlagen ist. Und jetzt nieselte es auch noch. Kurz hinter Norburg saß eine alte, in Lumpen gekleidete Frau am Straßenrand. Sie schaute Cuilyn so intensiv an, so dass er unwillkürlich die Kaleschka anhielt. Leise begann sie zu kichern. "Na, ihr jungen Spunde", rief sie, "wie feige Bauern und Pilger schleicht ihr euch die Straße entlang. Also seid ihr nicht mutig genug, den kürzeren Weg zu nehmen!" "Höre, Alte", schnauzte Cuilyn unbeherrscht zurück, "wir wissen von keinem kürzeren Weg, und feige sind wir schon gar nicht!" "Nun", meinte die Frau, "warum nehmt ihr dann nicht den Waldpfad?" Plötzlich fiel ein Pfad ins Auge, den den die Reisenden vorher übersehen hatten, der an dieser Stelle von der Straße abzweigte. "Er verläuft mitten durch den Bornwald", erklärte die Alte, "und führt direkt nach Festum. Allerdings ist in drei Tagen Sommersonnenwende, und viele fürchten sich, in dieser Zeit den Wald zu betreten. Es soll dort nicht geheuer sein; man erzählt, dass schöne Frauen im Wald zur Sonnenwende ein Fest feiern. Reiche Schätze sollen sie mit sich bringen, von goldenen Tellern essen und aus silbernen Bechern trinken. Doch wehe dem, der sie uneingeladen stört!" Die Erwähnung von schönen Frauen ließ alle Zuhörer kalt, aber bei der Erwähnung von reichen Schätzen ließ Ouroborox' und Cuilyns Augen aufleuchten, denn das Nordlicht-Abenteuer war in dieser Hinsicht nicht besonders erfolgreich. Cuilyns Blick richtete sich auf den Pfad, der mit der Kaleschka gut befahrbar wirkte. "Wir sind nicht feige, dummes Weib", rief er und lenkte die Kaleschka auf den Waldweg, "wir werden diesen Pfad hier nehmen!" Seufzend folgten die anderen. Der Pfad erwies sich als gut befahrbar und führte zwei ereignislose Tage lang nach Süden. Am Abend des zweiten Tages, als sich alle schon zu wundern begannen, ob die Geschichte der alten Frau nicht nur ein Ammenmärchen war, tauchte plötzlich die Eule auf, und dann der Rabe, der noch immer über der Gruppe kreist. "Tue dies, tue das. Diese Elfen und ihre Naturfreundschaft. Jetzt haben wir auch noch zwei von den Tierbeschützern hier …" In seinen Bart grummelnd gibt Ouroborox für die anderen unverständliche Laute von sich. Dabei streichelt er abwesend Ludmilla: 'Wir hätten den Pechgeier schon getroffen, nicht wahr?' Lauriel, die neben ihm geht, hat sein Gemurmel verstanden: "Und damit haben wir 4 spitze Ohren, die jedes Wort deines Gemeckers hören!" Sie grinst den Zwerg an. Missmutig schaut Ouroborox zu Lauriel hinüber - oder besser gesagt: hinauf. Seine buschigen Augenbrauen treffen sich bei seinem derzeitigen Gesichtsausdruck über der Nase. Nach und nach hellen sich seine Gesichtszüge auf und er antwortet: "Hm, ja. Dachte ich mir doch fast. Denn so viel, dass ich einen schon doppelt sehen würde, habe ich doch gestern gar nicht getrunken!" und grinst bei seinem Scherz zurück. "Und merkt Euch eins, Frau Elf - oder heißt es Elfin? - ein Zwerg meckert nicht. Wir pflegen unsere wohl genehme Meinung zu äußern." Mit einem weiteren Grinsen marschiert Ouroborox neben der Elfe her. 'Na, das kann ja eine 'lustige' Rückreise werden!' denkt er dabei. "Wie wäre es mit Lauriel?" fragt Lauriel fröhlich lächelnd zurück. "Und wenn du deine Meinung wohl genehm äußern willst, dann sollten dich doch auch alle verstehen können, oder?" 'Hm, der Humor der Zwerge ist so verworren wie ihr Bart!' denkt sich Lauriel als sie Ouroborox anblickt. Das Gespräch der beiden wird unterbrochen, als sich aus den Schatten des Unterholzes die Gestalt eines schwarzen Wolfes löst, der langsam näher kommt. Instinktiv hebt Ouroborox die noch schussbereite Armbrust und zielt locker in die Richtung des Tieres. Die Antwort auf Lauriels Angebot kommt nicht mehr, das muss jetzt warten, entscheidet er. Cuilyn nimmt in einer unendlich langsamen Bewegung seinen Kurzbogen und hakt die Sehne ein. "Ganz ruhig, Freunde … ein Wolf? Ihr wisst doch, Wölfe sind Rudeltiere. Entweder erwartet uns das Rudel, oder Freund Wolf hier hat etwas anderes vor …" erklingt Cadruels melodiöse Stimme ohne besondere Betonung, während er ebenfalls seinen Bogen vorbereitet. Man weiß ja nie … Als er näher kommt, erweist sich der 'Wolf' als großer Hund. Im ersten Moment ist nicht klar, ob der Hund gefährlich werden kann, da keiner der Helden von Hundekörpersprache viel versteht, aber als der Hund die Reaktionen von Cuilyn und Cadruel sieht, dreht er sich nur um und trottet vor der Gruppe den Weg entlang. Ab und zu bleibt er stehen, so als ob er überprüfen will, dass die Helden folgen. "Das sieht doch ganz danach aus, als wenn dieser Hund uns auffordern will, ihm zu folgen," schlussfolgert Lauriel und ruft Fleckchen zur Ordnung, der sich beim Anblick des schwarzen Hundes mit gesträubtem Nackenhaar an ihrer Seite eingefunden hat. 'Und da wir sowieso den gleichen Weg, geh nur voran, Schwarzer.' Gefällig mit dem Kopf nickend lässt Ouroborox die Armbrust sinken, hält sie aber weiter schussbereit. Neben Lauriel hergehend hängt er dann den Gedanken nach. Das vorhergehende Gespräch mit der Elfe nimmt er zunächst nicht wieder auf. Banjew, der sich beim Anblick des Tiers angestrengt nach dem Rest des Rudels umgesehen hat, entspannt sich wieder, als dieser sich als Hund entpuppt. Irgendwo in seinem Hinterkopf schwirrt allerdings die Frage nach dem Besitzer umher. Die nächsten zwei Stunden passiert nichts Aufregendes. Der Rabe kreist weiterhin über der Gruppe, der Hund läuft vorweg, bleibt aber immer wieder kurz stehen, als ob er sich vergewissern will, dass die kleine Reisegruppe folgt. Unvermittelt bleibt er am Wegesrand stehen. Der Magier, der es sich in letzter Zeit nur so bequem wie möglich gemacht hat, richtet sich ruckartig auf und blickt sich aufmerksam um, ob er in der Nähe irgendetwas oder jemanden bemerkt. "Wo will er uns wohl hinführen und was will er uns zeigen?" fragt Banjew die Welt im Allgemeinen. Unwillkürlich hält Cuilyn den Wagen an. "Sehen wir doch mal noch" kommt von Ouroborox und geht näher an das Tier. 'Falls es mich angreift, lernt sein Schädel Rudolf kennen', denkt er sich dabei. Als Ouroborox auf den Hund zugeht, merkt er sofort, dass der Hund freundlich gesinnt ist. Seine Ohren sind aufgestellt, und sein Schwanz wedelt hin un her. Er bellt einmal kurz auf und trottet in den Wald. Da ist ja ein schmaler Pfad! Nachdem Ouroborox vom Wagen gesprungen ist und der Hund bei seinem Näherkommen ihn freundlich begrüßt hatte, stellt Ouroborox fest, dass der Hund ihn auf den Pfad aufmerksam machen wollte. "Ja holla, hier gehts weiter, aber ich glaub mit dem Wagen kommen wir wohl nicht weiter!" Ouroborox versucht sich dem Hund weiter zu nähern und packt Rudolf in eine entspannte Haltung. 'Na du kleiner Racker, lässt du dich auch kraulen', und streckt die Hand aus. Der Hund kommt vorsichtig näher und schnuppert kurz an Ouroborox Hand. Er wedelt kurz mit dem Schwanz, um sich dann wieder zurückzuziehen. "Und was machen wir nun? Folgen wir ihm oder ziehen wir weiter unseres Weges?" Lauriel schaut ihre Gefährten fragend an, während sie den neugierigen Schneedachs an die Leine nimmt. "Der Hund wirkt nicht verwildert … lasst uns doch mal schaun, wo er uns hinführen will. Auf diesem Pfad hier wird wohl kaum einer unseren Wagen stehlen, und wenn, hinterlässt er deutliche Spuren …" meint Cadruel, der den Hund mit wachsendem Interesse betrachtet. Es sieht so aus, als ob man die Kaleschka ein kurzes Stück noch in den Wald fahren kann, bevor der Pfad zu eng wird. Andererseits ist den Helden die letzten zwei Tage kein einziger Mensch begegnet. "Nun denn, " sagt Cuilyn und lenkt die Kaleschka ein wenig in den Wald. Dann schirrt er die Pferde ab und bindet sie mit einer langen Leine an einen Baum. "Und? Folgen wir dem Hund …" Cadruel tut es ihm gleich und bindet sein Pferd bei den anderen an. 'Zu Fuß bin ich im Wald sicherer unterwegs …' "Dann mal los …" antwortet er Cuilyn, während er seinen Bogen bereit macht. 'Besser vorbereitet sein …' Lauriel denkt an die Alte zurück, die ihnen vor drei Tage die Abkürzung durch den Bornwald gewiesen hat. "Ist heute nicht der Tag der Sonnenwende, Bruder? Bis jetzt haben wir von den schönen Frauen …" sie gluckst leise, "… noch nicht viel gesehen. Die Alte wird doch nicht ohne Grund von ihnen gesprochen haben …" sinniert sie. Der Hund schaut aufmerksam zu. Vertrauensvoll nähert sich Lauriel dem Hund, Fleckchen zerrt an seiner Leine. 'Na, Schwarzer, du scheinst uns wohlgesonnen, wenn du dich schon mit dem Zwerg angefreundet hast,' denkt sie grinsend und spricht leise auf ihn ein. "So, wir wären so weit. Jetzt zeig' uns mal, wo du uns hinführen willst und wer dein Besitzer ist." Bei diesem Hund hat Lauriel nicht soviel Erfolg wie bei den anderen Tieren. Er hält vorsichtig Abstand. Banjew, mittlerweile von der Kutsche gestiegen, beobachtet zunächst verwundert, dass der Hund Lauriel, der normal doch kein Tier widerstehen kann, mit der gleichen Vorsicht behandelt wie Ouroborox. Dann wendet er seinen Blick dem Pfad zu und entschließt sich, seinen Rucksack und seinen Stab mitzunehmen. "Wie weit er uns wohl führen will und was das Ziel sein wird …?" murmelt er vor sich hin. Er kann sich auf das Auftauchen des Hundes einfach keinen Reim machen. Ouroborox sieht sich sein Gepäck an und nimmt auch nur seinen Rucksack mit. Rudolf hängt an der Seite und auch Ludmilla liegt entspannt in der Halterung. Das alte Schild wird nach kurzer Betrachtung lieblos auf dem Wagen zurückgeworfen. Der Hund scheint genau den Zeitpunkt zu erkennen, als alle fertig sind. Er trottet los, schaut sich einmal kurz um, dass alle folgen. Cuilyn nimmt sich seinen Rucksack aus der Kaleschka und schnallt sich sein Bastardschwert um. Der Hund läuft in gemäßigtem Schritttempo, so dass die Gruppe keine Probleme hat, ihn im Blick zu behalten. Nach etwa einer Stunde verschwindet er urplötzlich im Unterholz. Der Magier bleibt ebenfalls stehen und betrachtet die Stelle, an der der Hund verschwunden ist und schaut sich dann, sich um die eigene Achse drehend, die Umgebung genauer an. Der Hund ist verschwunden. Als Banjew eben glaubt, ihn verloren zu haben, tritt eine schlanke junge Frau hinter einem Baum hervor. Eine seltsame Anziehungskraft geht von ihr aus, zugleich sympathisch und unheimlich. Mit wohlklingender Stimme spricht sie: "Seid gegrüßt, Fremde. Meine Freunde und ich planen für den heutigen Abend ein kleines Fest. Hättet ihr nicht Lust, unsere Musikanten zu sein?" "Wohl an ein Fest, nun ja wir kommen gerne, aber ich bin kein Musiker und kann daher kein Instrument spielen. Aber Essen und Trinken, das kann ich wohl und meinen Trinkbecher hab ich schon bereit", und klopft auf den Becher an seinem Gürtel. "Ein Fest wäre gut nach der langen Reise, aber ich denke bei meinen Musizierkünsten wäre es ziemlich verdorben." Auf Ouroborox und Cuilyns Einwand scheint sie vorbereitet zu sein, denn die jungen Frau erwidert: "Ihr meint, ihr seid nicht bewandert in der Kunst des Musizierens? Das macht überhaupt nichts, denn mit unseren Instrumenten kann jeder spielen!" Lauriel, die gerade ihren Rucksack am Tragegeschirr auf Fleckchens Rücken festmachte, als die junge Frau plötzlich auftauchte, mustert diese neugierig. "Dann ist das eine Einladung? Schön, und was für Instrumente habt ihr für uns?" 'Nicht, dass ich eins bräuchte … aber fragen kann man ja mal.' Die Frau legt den Kopf auf die Seite. "Hm, lass' mich überlegen." Sie zählt an den Fingern ab: "Eine Trommel, zwei Geigen, eine Klarinette, eine Mandoline, eine Querflöte und einen Kontrabass haben wir zur Auswahl." Lauriel schaut sie mit einem leichten Schmunzeln an und entgegnet der schönen Fremden: "Oh, die Auswahl ist ja reichlich. Da findet sich sicher ein passendes Instrument für uns." Sie dreht sich grinsend zu Ouroborox um. "So, wie du auf deinen Becher geklopft hast, kannst du dich ja an die Trommel wagen, Freund Zwerg." Sie lächelt und ihre eisblauen Augen blitzen auf. Langsam, mit dem Bogen auf dem Rücken, dem Stab in der einen und Fleckchens Leine in der anderen Hand, geht sie auf die Fremde zu. "Sagt mal, Euch ist nicht zufällig ein großer, schwarzer Hund begegnet?" fragt sie beiläufig. "Ein Hund?" Die junge Frau lächelt spitzbübisch. "Nein, der ist mir nicht begegnet." "Seltsam, er hat uns hierher geführt und eben war er noch da, kurz bevor Ihr aufgetaucht seid." Lauriel mustert die Fremde prüfend und plötzlich kommt ihr ein Gedanke. Warum wohl hat der Hund nicht in gewohnter Weise auf sie reagiert, war aber dem Zwerg gegenüber freundlich? 'Du sagst nicht die ganze Wahrheit, schöne twel.' Die Halbelfe zieht lächelnd einen Mundwinkel hoch, und erwidert das Lächeln der jungen Frau mit einem ähnlich spitzbübischen Ausdruck. "Soll das dann etwa bedeuten, dass Ihr der Hund wart?" erklingt in freundlichem Ton ihre unverblümte Frage. "Was würdest du mir denn empfehlen, Lauriel," fragt Cuilyn neugierig. Die Halbelfe, die gespannt auf die Antwort der Fremden wartet, dreht sich zu Cuilyn um und versenkt ihren Blick in seinen schwarzen Augen. "Wie wäre es mit dem Kontrabass, junger Kämpfer," entgegnet sie ihm lächelnd. "Das Instrument hört sich nach einem tiefen, kräftigen Klang an. Du kannst es ja einfach mal versuchen. Ich denke, unsere Gastgeber würden sich freuen, wenn wir schon ihre Einladung angenommen haben, nicht wahr?" Und mit diesen Worten wendet Lauriel sich wieder der geheimnisvollen jungen Frau zu. Cuilyn antwortet mit einem Lächeln: "Ich denke ich werde es mal versuchen." Die junge Frau lacht glockenhell. "Ganz bestimmt nicht, aber das ist ja auch gar nicht wichtig. Wir wollen heute Abend einfach feiern. Gleich werden wir am Festplatz sein. Mein Name ist übrigens Stina, und wie heißt ihr?" Während des Gesprächs führt Stina die fünf Helden durch den Wald. "Mein Name ist Lauriel Schneeflocke", beantwortet Lauriel Stinas Frage. Und da ihre Gefährten etwas maulfaul sind, fährt sie grinsend fort: "Der etwas kürzere Herr dort ist Herr Ouroborox, Sohn des Olborosch - sicherlich der beste Trommler, den ihr kriegen könnt." Sie zwinkert dem Zwerg zu. "Der stattliche Kämpfer dort ist Meister Lair - seines Zeichens ein guter Bassist." Ein Nicken und Lächeln in Richtung Cuilyn. Ein Lächeln huscht über Cuilyns sonst so ernstes Gesicht. "Dann haben wir dort meinen Bruder Cadruel - ich denke er wäre sehr gut an der Querflöte. Und zu guter Letzt haben wir noch Magister Abrinken - sicherlich ein perfekter Geiger." Sie weist auf ihre Gefährten. "Ich glaube, wenn ich nicht meine eigen Flöte spielen soll, dann würde ich gerne die Mandoline nehmen." Sie strahlt Stina an und wartet ab. Banjew, der bisher schweigend nebenher gelaufen ist und versucht hat, sich an einem der genannten Instrumente vorzustellen, nickt bei seiner Vorstellung lächelnd in Stinas Richtung. "Ich hatte bisher noch nicht allzu oft Kontakt mit Instrumenten, aber meine Wahl wäre wohl ebenfalls auf die Geige gefallen, was durch Lauriels Meinung noch bestärkt wurde." Stina nimmt Lauriels und Banjews Instrumentenwahl erfreut zur Kenntnis. Bevor noch jemand etwas äußern kann, öffnet sich der Wald zu einer großen Lichtung voller Menschen.
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